Die Hand hinter den Seiten
Meine Geschichte
Zwischen Spielzeugklappern und Sternenstille
Mein Weg zum Schreiben war keine gerade Strasse, sondern eher ein leiser, verschlungener Pfad, der lange in mir weiterging, auch wenn das Leben gerade anderes von mir wollte. Schon früh war da dieser Wunsch, Geschichten zu erzählen — doch oft fehlten Zeit, Raum oder der richtige Moment. Ursprünglich aus Wien führte mich ein Auslandsstudienjahr nach Japan, und mit ihm zu dem Menschen, bei dem aus einem neuen Ort ein Zuhause wurde. So führte es mich schliesslich in die Schweiz.
In meiner Arbeit als Primarlehrerin fand ich eine Aufgabe, die Herz, Kreativität und Kinderfragen miteinander verbindet. Heute bin ich glücklich in der Schweiz zu Hause, mit meiner Familie, meinen zwei Söhnen — und endlich auch mit dem Gefühl, einem lang gehegten Traum Raum geben zu dürfen.
Meine Geschichten entstehen nicht in vollkommener Stille. Sie wachsen zwischen Bauklötzen, Bilderbüchern, Alltagschaos und dem Klappern von Spielsachen. Meine Kinder sind oft die ersten Ideengeber, kritischen Zuhörer und kleinen Mitdenker. In ihren Fragen, ihrem Staunen und ihrer Art, die Welt zu entdecken, finde ich immer wieder den Anfang neuer Geschichten.
Und wenn der Tag langsam zur Ruhe kommt, wenn das Haus dunkler wird und die Stimmen leiser, öffnet sich mein eigener kleiner Raum. Dann werden aus Gedanken Figuren, aus Beobachtungen Abenteuer und aus den Fragen des Alltags kleine Welten voller Fantasie. Schreiben ist für mich eine Form, die Welt zu ordnen, sie liebevoll zu betrachten — und Kindern Geschichten zu schenken, in denen sie sich selbst, ihre Gefühle und ihre eigene Neugier wiederfinden dürfen.